Die 50er Jahre
Die 50er Jahre waren erfüllt von Aufbruchstimmung
und Hoffnungen, von einem erfolgreichen Neubeginn im wirtschaftlichen wie
im kulturellen Leben.
Aber es gab noch viele Ruinen und Trümmer, große
Not und menschliches Leid. Eine Normalisierung des Lebens, insbesondere
für die Berliner Bevölkerung, setzte erst allmählich ein.
Politisch geprägt waren die 50er Jahre von der Auseinandersetzung
der beiden Großmächte USA und UdSSR und ihrer Verbündeten.
Schon bald nach Kriegsende war die Koalition der Siegermächte auseinandergebrochen
und es entbrannte ein erbitterter Kampf um Einflußgebiete in Europa
und in der Welt.
Deutschland, im Grenzbereich beider Machtblöcke gelegen,
wurde immer wieder zum Schauplatz dieser Auseinandersetzungen, als deren
Folge sich 1949 statt der Aufteilung des Landes in vier Besatzungszonen
eine staatliche Zweiteilung ergeben hatte: Die "Bundesrepublik Deutschland"
(mit Theodor Heuß als Bundespräsidenten und Konrad Adeneue als
Bundeskanzler) und die "Deutsche Demokratische Republi (mit Wilhelm Pieck
als Präsidenten und Otto Grtewohl als Regierungschef).
Die damalige Hauptstadt hatte eine Sonderstellung erhalten.
Unabhängig von den Besatzungszonen war Berlin der sogenannten "Kommandantura"
unterstellt worden, ein Gremium, das sich aus den Stadtkommandanten der
vier Sektoren zusammensetzte.