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Das STEGLITZ-MUSEUM zeigt Im Rahmen seines
Sonderprogramms ab 26. November 2004 die Ausstellung
"Modische Accessoires - Kostbarkeiten aus 3
Jahrhunderten". Die über viele Jahre zusammen getragenen Exponaten der Sammlung Schönebeck laden zu einem
Streifzug durch 3 Jh. Modegeschichte.
Wenn man nach dem lateinischen Ursprung des Wortes "Accessoire" geht, so handelt es sich hierbei um "Beiwerk, Zubehör, Zusatz", also eher etwas nebensächliches und unbedeutendes. Doch der Name trügt, denn weder Mode, noch Tracht oder Uniform sind ohne diese oft kostbaren Zutaten vorstellbar. Sie verändern das Erscheinungsbild der
Kleidung in erheblichem Maße. Als die "bedeutendsten Kleinigkeiten" der
Modewelt sind sie im Grunde das berühmte Tüpfelchen auf dem "i". Sie sind es, die jedem klassischen Kostüm sowie dem einfachsten Kleid den modischen Pfiff geben. Dasselbe
Kleidungsstück kann durch Einsatz unterschiedlichen Beiwerks sportlich, elegant oder auch raffiniert wirken. Mit etwas Geschick und Fantasie hat man so, auch mit kleinem
Budget, unendlich viele Variationsmöglichkeiten für eine Grundgarderobe.

Der Wunsch sich zu schmücken ist ein uraltes Bedürfnis des Menschen. Selbst bei Völkern, denen Bekleidung unbekannt war, verzierte man den Körper durch Bemalung und
Piercing und behängte sich mit Federn, Muscheln, Steinen und Blüten.

Accessoires einer Zeitepoche sind sichtbarer Ausdruck des darin vorherrschenden
Lebensstils, sowie der sozialen und ökonomischen Verhältnisse. Im Rahmen von
Kleiderordnungen standen sie für hierarchische
Gesellschaftsstrukturen. Gemeinsam ist allen, dass sie die Persönlichkeit des Trägers hervorheben sollen und als Prestigeobjekte Luxus und Reichtum zeigen.
Viele der heute als nützlich angesehenen
Accessoires haben ihren Ursprung als reine
Statussymbole. Kopfbedeckungen waren Zeichen von Macht und Würde, der Gürtel
Sinnbild für Kraft und Herrschaft beim Mann, sowie Reinheitssymbol bei der Frau und der
Handschuh Kennzeichen der Rechtsgewalt. Der Schirm verlor seine rein kultische Bedeutung bereits in der Antike. Erste Beispiele hierfür sind als zierliche Sonnenschirmchen in der griechischen Damenwelt bereits im 5. Jh. v. Chr. belegt und erlebten nach langem Dornröschenschlaf eine Renaissance im 18. Jh. Sie waren im Rokoko, Empire und der Biedermeierzeit bis einschließlich der Belle Epoque genau wie der Fächer wichtigstes Requisite der weiblichen Koketterie. Eine ähnliche Funktion hatte in dieser Zeit das aufwändig bestickte und spitzenverzierte Taschentuch. In der Renaissance war es wichtiges Stilelement der höfischen Etikette, was viele zeitgenössische Gemälde beweisen.

Heute ganz aus dem modischen Alltag verschwunden, waren Kragen lange Zeit dominierender Schmuck der Kleidung beiderlei Geschlechts. Wertvolle Spitzen machten sie zu kostbaren Prestigeobjekten. Dieses Material galt über Jahrhunderte als Luxus schlechthin und war preislich mit Juwelen zu vergleichen.
Die ursprüngliche Funktion der Tasche war das Sammeln, Schützen und Transportieren von Gegenständen; erst später entwickelte sie sich in großer Formenvielfalt zu einem dekorativen Element.

Schuhe und Strümpfe, die aus der Notwendigkeit sich vor Verletzungen und Kälte zu schützen entstanden, wurden durch feinste Materialien je nach Ausführung zu elegantem oder auch hocherotischem Zubehör.
Typisch für das 20. Jahrhundert ist der
Modeschmuck. Ein Grund für seine Beliebtheit ist
sicher der vergleichsweise günstige Preis. Neben Kopien, die eine Echtschmuckoptik erzielen sollen, ist es sicher aber auch die Vielfalt der ungewöhnlichsten Werkstoffe, zu fantasievollen Creationen verarbeitet, die zum Kauf
verleitet.

Im Vergleich zu Kleidung haben Accessoires viel häufiger Jahrhunderte überdauert. Sie
wurden als Kostbarkeiten oder auch emotional
geliebte Andenken bewahrt, gepflegt und vereinzelt auch getragen.
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Ausstellungsankündigung
„Schloßstraße im Wandel“

Neben vielen
kleineren Projekten soll das Thema "Die
Steglitzer Schloßstraße" (Arbeitstitel) den
Schwerpunkt der weiteren Konzeption für das Jahr
2005 darstellen. Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunftsaussichten dieser bedeutenden Berliner
Einkaufsstraße sollen im Rahmen einer Ausstellung
und in Veranstaltungen und Publikationen beleuchtet
werden.
Wer Interesse daran hat an der Konzeption der
Ausstellung oder an sonstigen Projekten des
Heimatvereins zum Thema Schloßstraße mitzuwirken
oder wer über historisches Material zu diesem Thema
verfügt, melde sich bitte bei beim Leiter des
Steglitz-Museum, Herrn Marcus Prost, Tel.: 833 21 09. |