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Bezirk Steglitz (seit 1.1.2001 Bezirk Steglitz-Zehlendorf)
Steglitz liegt im Süden Berlins, angrenzend an die Brandenburger Landkreise Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark, die Bezirke Wilmersdorf und Schöneberg im Norden sowie Tempelhof im Osten.
Die Stadtteile: Lankwitz (PLZ 12247-12249), Lichterfelde (PLZ 12203-12209), Steglitz (PLZ
12157-12169).
Bezirksamt (Hochhaus Steglitzer Kreisel) Schloßstr. 80 12165 Berlin Telefon: 6321-0, Telefax: 6321-3276
Steglitz pflegt Gemeinde- und Städtepartnerschaften mit Bad Godesberg, Bremerhaven, Bröndby in Dänemark, Hannoversch Münden, Kazimierz Dolny in Polen, Kiriat Bialik in Israel, Naleczow in Polen, Nentershausen/Hessen,
Poniatowa in Polen, Landkreis Göttingen, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Westerwaldkreis, Gemeinde Sochos in Griechenland (siehe auch "Partnerschaftsbaum" auf dem
Hermann-Ehlers-Platz, gegenüber dem alten Rathaus).
Etwas Geschichte: Die Urenkel des Askaniers Albrecht der Bär, die Markgrafen Johann und Otto, überlassen 1239 das Dorf Lancewitz dem Nonnenkloster zu Spandau. Der Name Stegelitze wird erstmals 1242 in
einer Schenkungsurkunde von Heinrich von Stegelitze erwähnt, der das Dorf Arnestrop (Ahrensdorf) dem Kloster Lehnin übereignete. Flämische Einwanderer gründeten das Dorf Lichtervelde im 13. Jahrhundert, benannt nach
ihrem belgischen Heimatort südlich von Brügge. Bau der ersten gepflasterten Straße in Preußen 1792 zwischen Berlin und Potsdam über Steglitz 1802 erwirbt Karl Friedrich von Beyme (*10.7.1765 †10.12.1838 in
Steglitz), Minister und Großkanzler unter Friedrich Wilhelm III, Gut und Dorf Steglitz. Das heute als 'Wrangelschlößchen' bezeichnete frühklassizistische Gutshaus wurde von ihm erbaut. 1806 wurde in Berlin die erste
deutsche Blindenanstalt gegründet. Johann Anton Wilhelm von Carstenn kaufte 1865 die Güter Giesensdorf und Lichterfelde (Gutshaus Lichterfelde, "Carstenn-Schlößchen", zweigeschossiger
klassizistischer Bau). Er erreichte den Bau der Hauptkadettenanstalt und baute Lichterfelde zum Villenvorort aus. Ab 1881 fuhr zwischen der Hauptkadettenanstalt und dem Bahnhof Lichterfelde-Ost die erste elektrische
Straßenbahn der Welt, die von 1903 an auch nach Berlin fuhr. Zusammenschluß der einzelnen Dörfer zur Gemeinde Steglitz im Kreis Teltow am 28.3.1870. Bildung des Bezirks Steglitz von Groß-Berlin am 1.10.1920.
Etwas zum Anschauen: Otto Lilienthal-Denkmal 'Ikarus' am Teltowkanal, 'Fliegerberg' in der Lilienthal Gedenkstätte(Schütte-Lanz-Str.), Gustav Lilienthal-Haus in Lichterfelde-West, Martha-Str. 5
(Gustav Lilienthal, *1849 †1933, Architekt, baute burgähnliche Landhäuser in Lichterfelde und entwickelte zusammen mit seinem Bruder Otto den späteren Anker-Steinbaukasten; Otto Lilienthal, *1848 †1896, Flugpionier
und Flugapparatekonstrukteur, Normalsegelapparat 11 wurde das erste Serienflugzeug der Welt. Otto Lilienthal stürzte am 9.8.1896 aus 15 Metern Höhe bei einem Flugversuch in den Rhinower Bergen bei Stölln am
Gollenberg ab und brach sich den dritten Halswirbel. Er verstarb wenige Stunden nach Ankunft im Berliner Krankenhaus Bergmannsche Klinik. Zeiss Planetarium und Wilhelm-Foerster-Sternwarte,
Wasserturm auf dem Fichtenberg, Wasserturm auf dem Friedhof Bergstraße, Rosenkranz-Basilika in der Kieler Straße, Matthäus-Kirche, Johanneskirche Lichterfelde, Kirche zur Heiligen Familie, Dorfkirche
Lichterfelde, Parkfriedhof Lichterfelde. und viele andere Kirchen.
Weitere Informationen können im Internet abgefragt werden: http://www.steglitz.de http://www.heimatverein-steglitz.de
Quelle: Privatsammlung Berlin-Brandenburg, H.-J. W.E. Schellmann
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